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  • Mit dem Ziel angetreten, einen eleganten und effizienten Desktop mit äußerst einfacher Konfiguration, hoher Stabilität und solider Leistung zu kombinieren, haben es die Macher hinter MX Linux – einem freien Betriebssystem auf Basis von Debian – geschafft, ihre noch junge Distribution zum beliebten Linux-Klassenprimus zu machen.


    mx-desktop.jpg


    MX Linux – erstmals veröffentlicht am 24. März 2014 – hat es in dem auf Aufrufen und potenziellem Interesse basierendem Ranking der Linux-Website DistroWatch zu einer derartigen Dominanz gebracht, welche in der Form zuvor nur von gestandenen Größen wie dem Debian-Derivat Ubuntu von Canonical oder dem darauf basierenden Linux Mint zu beobachten war, welche das Ranking ebenfalls lange Zeit angeführt haben.


    MX Linux 19 („Patito Feo“) – kurz MX-19 genannt – basiert auf dem stabilen Zweig von Debian 10 („Buster“) und dessen Linux Kernel 4.19. Als Desktop Environment kommt das elegante und hinsichtlich seines Ressourcenverbrauchs mittelschwere Xfce in seiner aktuellen Version 4.14 zum Einsatz.


    Ein entsprechendes Tool wie Rufus 3.8 vorausgesetzt, kann das rund 1,5 GB große Abbild von MX Linux 19 (ISO) mit einem USB-Datenträger zu einem bootfähigen Live-Medium verbunden werden, mit dem die Distribution anschließend als Live-System ganz ohne Installation und Risiko getestet werden kann. Über den von den MX-Machern eigens entwickelten MX-Installer lässt sich MX Linux mittels grafischer Installationsroutine und ohne größere Vorkenntnisse schnell und unkompliziert auf einem lokalen Datenträger installieren. Für ältere Computersysteme steht zudem eine 32-Bit Version (ISO) mit PAE-Kernel zur Verfügung, welcher mehr als die für 32-Bit typischen 4 GB Arbeitsspeicher adressieren kann.


    Eine Besonderheit der Distribution ist ihre Herkunft und die damit verbundenen Softwarepakete. Denn obwohl MX Linux auf Debian basiert, besitzt die Distribution eine Vielzahl an Paketen von antiX Linux – dessen Entwickler auch für MX Linux verantwortlich sind – und einige seiner Werkzeuge. MX Linux übernimmt jeweils die neusten Pakete auf den Repositorien von Debian 10 und antiX 19 und besitzt zudem völlig eigenständige Softwarequellen und Anwendungen. Die Distribution verfügt damit über eine sehr breite Basis an nutzbarer Software.


    Neben bekannten Anwendungen wie der zum größten Teil zu Microsoft Office kompatiblen Office-Suite LibreOffice 6.1.5, dem Grafik- und Zeichenprogramm GIMP 2.10, sowie dem Browser Firefox 69.0 und dem E-Mail-Client Thunderbird 60.9, bringt MX Linux auch seine ganz eigenen Anwendungen – die sogenannten „MX Apps“ – mit, welche von kleinen und speziell an die Linux-Distribution angepassten Helfern bis zu ausgewachsenen Anwendungen reichen und das Betriebssystem anpassbarer und leichter wartbar machen sollen.


    Anders als die meisten bekannten Linux-Distributionen, ermöglicht es MX Linux dem Anwender in Form von systemd und SysVinit die Wahl seines bevorzugten Init-Systems – dem Prozess, der als erster vom Kernel gestartet wird – selbst zu treffen.


    Systemd polarisiert innerhalb der Linux-Communtiy sehr stark, weshalb es beispielsweise unter den Machern von Debian zu kontroversen Auseinandersetzungen und Streitigkeiten hinsichtlich der Verwendungen von systemd kam. Nach einer Abstimmung in der sich eine Mehrheit für systemd aussprach, kam es zu zahlreichen Rücktritten und einer Abspaltung des Debian Forks Devuan, dessen erklärtes Ziel es ist, den umstrittenen systemd-Dienst nicht zu verwenden.


    vmod.info/filebase/index.php?file/572/


    Manual US MX Linux 19


    Handbuch DE MX Linux 17

Schon gewusst…?

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